Älter werden im Betrieb

Der demografische Wandel macht auch vor den Betriebstoren nicht halt

Schon jetzt beträgt das Durchschnittsalter in vielen Betrieben mehr als 45 Jahre, schon jetzt ist der Anteil der über 50jährigen höher als der der unter 35jährigen. Tendenz steigend! Auch dort, wo die konkreten Auswirkungen vielfach noch nicht sicht- oder spürbar sind, ist der demographische Wandel ein Thema!

Ob und in welchem Umfang es zu einem Fachkräftemangel kommen wird hängt sehr stark von den einzelnen Betrieben und der Region, in der sie liegen, ab. In Summe klagen allerdings bereits über 50 % der Betriebe über einen Fachkräftemangel, aber nur
33 % sind bisher auf demographiebezogene Maßnahmen vorbereitet. 90 % aller Unternehmen geht es vor allem um die Bindung von Leistungsträgern, gefolgt von flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und flexibleren Modellen für einen Renteneintritt. Was auch immer vor dem Hintergrund des demographischen Wandels getan werden muss, die Mitarbeiter sollen einen Teil der Last tragen!

Das Vorgehen bei der Bewältigung von betrieblichen demographischen Problemen folgt der Logik:

  • Altersstrukturanalyse ->
  • Bestimmung der Handlungsfelder und Erfordernisse –>
  • Umsetzung –>
  •  Überprüfung.

Die Handlungsfelder entsprechen denen, die sich auch bereits für „Humanisierung der Arbeit“ oder heute für „Gute Arbeit“ aufdrängen:

  • Änderung der Arbeitsorganisation,
  • Änderungen bei der Arbeitszeit,
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement muss als Dach für den Erhalt der
„Beschäftigungsfähigkeit“
gesehen werden.

Die Aufgabe des Betriebsrates im Rahmen eines betrieblichen Projektes zum demographischen Wandel ist im Kern eine Integrationsleistung des Themas in ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement und kann so viele „Fliegen mit einer Klappe schlagen“! Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung  betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Dabei stehen die möglichst weitgehend selbst- und mitbestimmte Gestaltung der Arbeitswelt, eine wertschätzende Führungskultur und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess im Mittelpunkt des BGM. Nachhaltigkeit ist in diesem Prozess das Ergebnis der Übereinstimmung von betrieb­licher Wirklichkeit und betrieblichen Zielen und Visionen zur Gesundheitsförderung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Arbeit und Gesellschaft.

Elemente, wie z. B. betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), betriebliches Wiedereingliederungsmanagement (BEM), Suchtprävention, Arbeitsschutz, betriebliches Konfliktmanagement (BKM) und die Vorbereitung des Betriebes auf den domgraphischen Wandel sind Elemente dieses übergeordneten Zieles.

Unterstützung bei der betrieblichen Umsetzung finden Sie unter folgenden links:

Hilfreiche Links

Ein Semianr zu diesem Thema bietet EWALD & Partner an:
Seminar: Älter werden im Betrieb

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