BGM: Regelungsfelder und Handlungsmöglichkeiten

European Business  Education Science  Institute e.V.:     Ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement

EBESI – Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Ziel unseres BGM ist, durch ein ganzheitliches Konzept die Arbeitsbedingungen von Mitarbeitern und Führungskräften im Unternehmen (aber auch bei Freiberuflern, Selbständigen und Einzelunternehmern) zu verbessern und ihre persönlichen Ressourcen zu stärken – insbesondere durch die Förderung von psychischer Gesundheit mittels Persönlichkeitsentwicklung, Förderung der Kommunikationskompetenz und in Konfliktmanagement. Unser Schwerpunkt liegt auf der Frage: Wie gehen wir im Unternehmen miteinander um?

Für gesetzlich geregelte Bereich (z.B. im Bereich Arbeitsstättenverordnung, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz etc.) kooperieren wir mit entsprechenden Fachleuten bzw. Fachstellen.

Gute Arbeitsbedingungen und Lebensqualität am Arbeitsplatz fördert die Gesundheit und Motivation der Beschäftigten und erhöht die Produktivität, die Produkt- und Dienstleistungsqualität und die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Es entsteht eine „Win-Win-Situation“ für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das Unternehmensimage wird durch gelebte „Corporate Social Responsibility“ verbessert. Angesichts der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Konkurrenzkampf um qualifizierte Nachwuchskräfte ist ein Ruf als „Guter Arbeitgeber“ unabdingbar.

Ein ganzheitlicher BGM-Ansatz sollte über den seit 1996 vorgeschriebenen

  • ganzheitlichen Arbeitsschutz hinaus auch die
  • Verbesserung der Führungskultur, die
  • betriebliche Gesundheitsförderung,
  • Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie
  • Aufgaben der alternsgerechten Arbeitsgestaltung

berücksichtigen. Durch eine Kombination verschiedener Analysemethoden werden Handlungsbedarf und Problemfelder im Betrieb ermittelt und Maßnahmen festgelegt.

Die Ergebnisse der BGM-Analyse werden in konkrete Maßnahmen umgesetzt  mit folgenden Zielsetzungen versehen:

  1. Betrieblicher Handlungsbereich:  Wo wollen/ müssen die Verantwortlichen aktiv werden?
  2. Gesundheitliche Handlungsbereiche:  Auf welchen Gesundheitsebenen (körperliche, psychische, kognitive und/ oder organisationale Ebene) wollen/ müssen wir aktiv werden?
  3. Konkrete Kennzahlen:  Welche konkreten Kennzahlen aus unserer Eingangsanalyse wollen wir verbessern/ stärken? Wie sollen die Kennzahlen aussehen?
  4. Messzeitpunkte:  Bis wann sollen die Kennzahlen erreicht werden? Wann ist eine Evaluation der BGM-Maßnahmen durchzuführen?

In der Strategieentwicklungsphase sind Ziele, Handlungsfelder, zielführende Aktionen und Prozesse festzulegen. Mit an der ISO 9000 Serie orientierten Spezifikationen kann das betriebliche Gesundheitsmanagementsystem mit anderen in Beziehung stehenden Anforderungen von Managementsystemen in Einklang gebracht oder zusammengeführt werden.

Nach Analyse- und Strategie-Phase wird ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit Hilfe eines Projektmanagements in Einzelschritten in die betriebliche Organisation und die Managementsysteme integriert.

Wesentliche Elemente des betrieblichen Gesundheitsmanagements sind die Veränderung der Firmenkultur. Betriebliches Gesundheitsmanagement muss ein Firmenziel sein. Geschäftsleitung, Führungskräfte und Mitarbeiter müssen voll dahinterstehen und eingebunden werden. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) ist ebenfalls ein unverzichtbares Element im Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Kommunikation im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Viele Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern bereits verschiedene gesundheitsförderliche Angebote an, die jedoch oftmals nicht ausreichend bekannt sind und daher wenig genutzt werden.

Deshalb ist eine kontinuierliche BGM-Kommunikation im BGM unerlässlich. Arbeitnehmer über aktuelle Angebote und Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements informiert werden. Folglich ist es hilfreich, schon im Rahmen der einer BGM Einführung, ein Kommunikationskonzept zu entwickeln und genau zu planen:

  • wann
  • welche Informationen
  • von wem
  • an wen
  • über welche Kanäle und Medien veröffentlicht werden.

Eine gute BGM Kommunikation bietet Transparenz und steigert die Akzeptanz. Darüber hinaus erhöht sie die Sensibilität der Führungskräfte und baut Hemmnisse gegenüber BGM ab (z.B. fehlendes Wissen, fehlendes persönliches Engagement, fehlende Motivation der Belegschaft).

Externe BGM-Beratung und Unterstützung sollten gerade Freiberufler, Selbständige sowie Klein- und Mittelständische (KMU) Unternehmen für die Einführung des BGM in das betriebliche Qualitätssicherungssystem (nach ISO 9001), die Schulung der rechtlichen Rahmenbedingungen, für Führungskräftetrainings und Führungskräftecoachings in Anspruch nehmen.

Eine Ausbildung z.B. als „Betrieblicher Gesundheitsmanager“ qualifiziert zur Entwicklung und Ein- und Weiterführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen. Hier bietet EBESI zertifizierte Studiengänge mit Zertifikatsabschluss oder Masterabschluss an. Eine allgemein verbindliche Zertifizierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist nicht vorgeschrieben. EBESI bietet verschiedene Spezifikationen im BGM an, die Unternehmen einen standardisierten Aufbau ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements ermöglichen.

Achtung:

Betriebliche Gesundheitsmanager o.ä. können jedoch nicht die Fachaufgaben des Betriebsarztes im Rahmen des BGM oder des BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) übernehmen. Für diese speziellen Fachaufgaben gibt es spezialisierte Weiterbildungen zugelassener Anbieter. Kernthema ist hier die Verbindung von rechtlichen Anforderungen an die Umsetzung des BGM (Arbeitsrecht, Datenschutz, Arbeitsschutz) mit den betrieblichen Rahmenbedingungen.

Link zur Seite: http://www.ebesi.de/ganzheitliches-betriebliches-gesundheitsmanagement

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