Umsetzung eines Betrieblichen Konfliktmanagements

Das chinesische Wort für Konflikt besteht sicherlich nicht ohne Grund aus zwei einzelnen Zeichen: Risiko und Chance.  Wesentliche Voraussetzung für die Einrichtung eines nachhaltig wirkenden und akzeptierten betrieblichen Konfliktmanagements ist die Unterstützung durch die Geschäftsführung und den Betriebs- oder Personalrat.

Bei der Einrichtung des Konfliktmanagements müssen folgende Punkte geklärt sein:

  1. Organisatorische Einbindung (z. B.:  ISO 9000)
  2. Aufbau- und Ablauforganisation des betrieblichen Konfliktmanagements
  3. Schnittstellen zu Bereichen mit Querschnittsfunktion
    (als Baustein des Betrieblichem Gesundheitsmanagements, Arbeitsschutz und Suchtberatung, Gesundheitszirkel oder Abeitskreis, Betriebs- oder Personalrat, Betriebsarzt, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, …)
  4. langfrisitge Budgetierung
  5. Betriebsinterne Öffentlichkeitsarbeit
  6. Ausgestaltung des betrieblichen Konfliktmanagementsystems
    (Inhalt, Umfang und Grenzen des Angebotes)
  7. Datenschutz
  8. Evaluierungsprozesse
  9. Konfliktvermittler/innen und Mediator/innen (intern und / oder extern)
  10. Qualifizierung und kontinuierliche Fortbildung der Konfliktvermittler/innen und Media-tor/innen, sowie Absicherung von Supervision / Intervision
  11. Qualifizierung von Führungskräften
    (wertschätzende Führung, Konfliktmanagementmethoden)
  12. Externe Unterstützung
  13. Mindestanforderungen an Konfliktvermittler/innen sind in einem Anforderungsprofil festzulegen. Dies könnten sein:
    – Mindestalter von 25 Jahren
    – Gesprächführungskompetenzen
    – Emotionale Intelligenz wie z.B. Integrität, Motivation, Fähigkeit mit mehrdeutigen Situationen umgehen zu können, kulturübergreifende Sensibilität, Empathie, soziale Kompetenz, gutes Beziehungsmanagement und Netzwerkpflege
    – Persönliche Kompetenzen (z.B. Wahrnehmung der eigenen Grenzen, Reflexionsfähigkeit, Belastbarkeit, Kooperationsverhalten, Frustrationstoleranz)
    – Glaub- und Vertrauenswürdigkeit / Akzeptanz bei Mitarbeiter/innen und Führungs-kräften
    – Kontinuierliche Fortbildung und Teilnahme an Supervision / Intervision

Quelle: u.a. nach: Rahmenkonzept zum Konfliktmanagement und
zum partnerschaftlichen Umgang – Eine Handreichung -, April 2009

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