Psychische Belastungen

Jede Tätigkeit geht mit psychischen Belastungen einher. Psychischen Belastungen sind normale Begleiterscheinungen der Arbeit. Subjecktiv können psychische Blastungen als Herausforderungen empfunden werden. Dann sind die positiven Folgen, z.B. Anregungs-, Lernfort- und Trainingseffekt.

Im negativen Fall sind die körperlicher Folgen e. B. Bluthochdruck, die psychischen z. B. ein Empfinden von Monotonie oder verhaltensbezogen z. B. ein riskantes Verhalten oder Suchtmittelmissbrauch.

Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell

Wie sich die vielfältigen mit der Arbeit einhergehenden Belastungen auswirken und welche Bedingungen hier mitwirken, lässt sich z. B. mit Hilfe eines Belastungs-Beanspruchungs-Modells darstellen.

Quelle: Erkennen psychischer Belastungen in der Arbeitswelt – ein Leitfaden für Aufsichtspersonen der gewerblichen Berufsgenossenschaften, 2004, Seite 9)

Die DIN-Norm zu psyhischen Arbeitsbelastungen

Nach DIN EN 10075-1 “Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer  Arbeitsbelastung” werden psychische Belastungen als “die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken” definiert.

Psychische Belastungen können sich aus

  • der Arbeitsaufgabe,
  • der Arbeitsumgebung,
  • der Arbeitsorganisation,
  • psychosozialen Rahmenbedingungen (Mensch-Mensch-Schnittstelle) und
  • weiteren betrieblichen Rahmenbedingungen

ergeben.

Die Folgen psychischer Belastungen

In der folgenden Tabelle sind mögliche Folgen psychischer Belastungen bezüglich ihrer körperlichen, psychischen und verhaltensbezogenen Wirkungen dargestellt.

Quelle: Erkennen psychischer Belastungen in der Arbeitswelt – ein Leitfaden für Aufsichtspersonen der gewerblichen Berufsgenossenschaften, 2004, Seite 19)

Praktische Vorgehensweise der gewerblichen Berufsgenossenschaften im Betrieb

Mögliche wirtschaftliche Vorteile für den Betrieb

1. Der Betrieb kann seine Ausfallzeiten/Zeiten der Arbeitsunfähigkeit reduzieren.
2. Die betrieblichen Abläufe funktionieren reibungsloser, d. h. die Reibungsverluste im Betrieb werden minimiert und damit die Produktivität erhöht.
3. Qualität seiner Produkte und Dienstleistungen kann gesteigert werden, was auch die Zufriedenheit seiner Kunden verbessert (Reduzierung von Reklamationen).
4. Er muss keine Vertretungen unter hohem Zeit- und Kostenaufwand organisieren und in den Betrieb eingliedern.
5. Wenn er mit allen seinen Mitarbeitern rechnen kann, ermöglicht das dem Betrieb besser auf neue Aufgaben zu reagieren.
6. Ein gesundes Betriebsklima bindet die Mitarbeiter an das Unternehmen, weil sie zufriedener sind. Damit entfällt ein kosten- und zeitintensiver Aufwand zum Ausgleich von Fluktuationen von Mitarbeitern.
7. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind handlungsfähiger, motivierter und kreativer. Das kommt dem Unternehmen direkt zu Gute.
8. Nicht zuletzt genießt ein gesunder Betrieb ein besseres Image.

Quelle zum download: Erkennen Psychischer Belastungen

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