Burnout: Betriebliche Bedingungen

Bestimmte Arbeitswelten gefährden Menschen deutlich mehr. Das sind vor allem:

  • Arbeit, wo „Emotions“- bzw. „Beziehungsarbeit“  geleistet werden muss
  • Arbeit, die ständig überfordern und überlasten
  • Arbeit. die keine Entfaltungsmöglichkeit bieten
  • Arbeit, die ohne Anerkennung geleistet wird
  • Arbeit, die bei schlechtem Betriebsklima geleistet werden muss

Ausführlicher dargestellt: Burnout kann auftreten, wenn

  •   … Beschäftigte tagtäglich „Emotions“- bzw. „Beziehungsarbeit“ leisten müssen.

Das sind nicht nur Angehörige der so genannten „helfenden Berufe“ wie Pflegepersonal, Ärzte, Lehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten etc., sondern dies gilt auch für Beschäftigte in Berufen, die ständig „mit Menschen zu tun haben“.  Das Berufsspektrum erstreckt sich hier von Anwälten über Beschäftigte in CallCentern bis hin zu Erzieher/innen. Der Faktor „Gefühlsarbeit“ ist neueren Studien zufolge (Zapf 1999) wesentlich am Ausbrennen beteiligt.

  •  … Beschäftigte ständig überfordert und überlastet werden – sei es durch ständige Personalknappheit, durch wachsenden Zeit- und Verantwortungsdruck, durch ein hohes Arbeitspensum, durch wachsende Arbeitsanforderungen bei fehlender Qualifizierung.

Unter dieser Daueranspannung und Dauerbelastung leiden bei allem persönlichen Engagement auf die Dauer Kreativität, Motivation, Leistungsvermögen und Zufriedenheit. Vor allem die Kombination hohes Arbeitspensum, enges Zeitfenster und hohe Verantwortung fördern die Entwicklung von Burnout

  •   … Menschen sich bei der Arbeit kaum entfalten und einbringen können, weil sie nur geringe Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten und auch kaum Arbeitsinhalte und Arbeitsabläufe zeitlich kontrollieren können.

Frustrationen, nachlassendes Engagement und abnehmende Motivation sind dort  vorprogrammiert, wo Beschäftigte nur wenig mit entscheiden, mit bestimmen und mit verantworten dürfen. Burnout hat dort keine Chance, wo die Förderung der Beschäftigten – und damit des Betriebs – Chefsache ist.

  •   … wenn Menschen zu  wenig Anerkennung, zu wenig Lob erhalten.

Anerkennung und Würdigung der Arbeitsleistungen erhöht nicht nur Arbeitszufriedenheit und Selbstwertgefühl der Beschäftigten. Wenig Bestätigung von außen und geringe Selbstzufriedenheit bei der Arbeit fördern die innere Kündigung und damit auch ein Entstehen von Burnout.

  •   … Kommunikationskultur und  Betriebsklima zu wünschen übrig lassen, weil Team- und Mitarbeiterorientierung für die Führung keine Rolle spielt.

Eine gute betriebliche Kommunikation auf allen Ebenen (im Kollegenkreis und zu Vorgesetzten)  mindert Burnout-Risiken erheblich. In einem angespannten Klima wagen es burnout-gefährdete Beschäftigte kaum, Arbeitsüberlastung zu thematisieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Quelle: mobbing-und-burnout.sozialnetz.de

Burnout: Seminarangebot

Ein Gedanke zu “Burnout: Betriebliche Bedingungen

  1. Sauber. Vielen Dank für den Artikel.
    Ich hatte selbst Burnout und habe immer gedacht, dass es an meiner Arbeit lag. Jedoch ist es mir aufgefallen, dass ich hatte auch selber was damit zu tun. Ich habe mich bei psycheplus beraten lassen und beim Gespräch habe ich irgendwie herausgefunden, dass ich meine eigene Fähigkeiten erarbeiten konnte, um die Situation in der Arbeit besser zu beherrschen.
    Also, die Umgebung spielt eine große Rolle, doch sind wir die letzte Verantwortlichen, die da etwas ändern können.
    Ich kann es nur weiterempfehlen. Ich hinterlassen hier ihren Kontakt, falls es jemandem hilft.
    https://www.psycheplus.de/beratung
    Liebe Grüße,
    Miranda.

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